
Im Gespräch: Daniel Höhn, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Meißen, und Peter Liebe, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Region Meißen
Was macht die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Sparkasse so besonders?
Peter Liebe: Wir sind beide tief in der Region verwurzelt. Das Handwerk schafft Arbeitsplätze, Qualität und Verlässlichkeit. Die Spar-kasse begleitet unsere Betriebe seit Generationen – bei Gründungen, Investitionen und Übergaben. Diese Nähe ist ein echter Standortvorteil.
Daniel Höhn: Wir kennen die Strukturen, die Herausforderungen und die Dynamik des Handwerks. Und wir sehen, wie stark sich die Branche verändert – Digitalisierung, Energiewende, steigende Investitionssummen. Deshalb entwickeln wir Lösungen, die direkt im Alltag der Betriebe wirken.
Warum ist das Thema Finanzierung gerade im Handwerk so wichtig?
Peter Liebe: Weil unsere Handwerksbetriebe höherpreisige Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität anbieten: neue Küchen, Badmodernisierungen, Wärmepumpen, PV‑Anlagen, E‑Bike‑Leasing oder Fahrzeugreparaturen.
Daniel Höhn: Die Nachfrage ist da – aber der moderne Kunde möchte flexibel bleiben und damit auch flexibel zahlen. Wenn der Finanzierungsweg dabei zu kompliziert ist, wird aus einem „Ja, machen wir“ schnell ein „Ich überleg’s mir nochmal“.
Was ist ein „S Kredit-per-Klick“ in einem Satz?
Daniel Höhn: Eine schnelle, digitale Finanzierung für Sparkassenkundinnen und -kunden, die direkt im Verkaufsraum des Handwerksbetriebes oder über die Website gestartet werden kann – ohne Aufwand für den Handwerker. Es bietet sich auch an, dass der Handwerker den QR-Code direkt mit auf das Angebot für den Kunden aufdruckt.
Peter Liebe: Wie funktioniert das im Betrieb? Muss der Handwerker Kredite „verkaufen“?
Daniel Höhn: Nein. Der Betrieb stellt nur den QR-Code oder Link bereit. Der Kunde erledigt alles selbst im Online-Banking. Der Handwerker bleibt bei seinem Kerngeschäft.
Vorteile für Betriebe?
Daniel Höhn: Planungssicherheit, weniger Kaufabbrüche und oft die Entscheidung für die bessere Lösung statt die günstigste. Von 1.000 bis 80.000 Euro – ideal für typische Investitionen im Handwerk und ideal für eine schnelle Entscheidung. Mit wenigen Angaben erhält der Kunde sofort eine verbindliche Entscheidung. Die Auszahlung erfolgt direkt nach der TAN-Freigabe durch den Kunden im Onlinebanking.
Viele Handwerker fragen sich: „Was habe ich davon – außer zufriedene Kunden?“
Daniel Höhn: Es gibt einen wirtschaftlichen Anreiz. Die Teilnehmenden erhalten automatisch eine Provision – z. B. 1 Prozent je Vermittlung, je nach Teilnahme. Es ist alles transparent und klar geregelt, ohne Mehraufwand. Man registriert sich einmalig unter www.s-tippgeber.de und erhält das Starterpaket. Man kann dann sofort QR-Codes und Werbemittel einsetzen. Der Kunde nutzt dann einfach diesen Link.
Peter Liebe: Für mich als Bäcker ist das wohl nicht geeignet oder?
Daniel Höhn: Eher nicht, sinnvoll ist es dort, wo größere Beträge anfallen, insbesondere in der Immobiliensanierung, dem Einbau von Küchen und Bädern, aber auch bei Kfz-Reparaturen. Es ist, so meinen wir, eine gute Kundenansprache ohne Druck: „Wenn Sie möchten, können Sie das bequem finanzieren – hier per QR-Code.“
Erfahrungen aus der Region
Peter Liebe: Welche Erfahrungen gibt es bei der Sparkasse Meißen?
Daniel Höhn: Mehrere Unternehmen setzen S Kredit-per-Klick bereits erfolgreich ein. Wer heute verkauft, verkauft auch Sicherheit. Finanzierung gehört dazu – und sie muss nicht kompliziert sein.
Peter Liebe: Gerade bei kurzfristigen oder mittelfristigen Finanzierungsbedarfen ist es eine sehr praktikable Lösung – für Kunden und Betriebe, ganz unbürokratisch im Sinne unserer Handwerker.
Wie sieht die Zukunft Ihrer Zusammenarbeit aus?
Daniel Höhn: „Handwerk und Sparkasse – das ist in unserer Region weit mehr als eine Geschäftsbeziehung. Es ist ein gemeinsames Verständnis davon, was unsere Heimat stark macht: Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten. Wir begleiten das Handwerk nicht nur finanziell, sondern als verlässlicher Partner in Ausbildung, Transformation und regionaler Entwicklung. Die kommenden Jahre werden anspruchsvoll, aber wir gehen sie gemeinsam an – digital, persönlich und mit echter Verbundenheit.“
Peter Liebe: „Das Handwerk braucht Partner, die unsere Realität kennen und unsere Zukunft mitdenken. Die Sparkasse Meißen tut genau das – ob bei Investitionen, bei der Nachwuchsförderung oder bei der Freisprechungsfeier, die für unsere jungen Fachkräfte ein Meilenstein ist. Wir stehen vor großen Aufgaben, aber wir stehen nicht allein. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Handwerk in der Region stark bleibt, modern bleibt und für die nächste Generation attraktiv bleibt.“
Wir bedanken uns für das Gespräch.
Interessierte Betriebe wenden sich bitte an: Stefanie Kuke, Marktbereichsleiterin Firmenkunden,