Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Ein geschätzter Mitarbeiter fällt krankheitsbedingt länger aus. Wochen später kommt er zurück – aber mit Einschränkungen. Vielleicht kann er schwer heben, braucht eine besondere Sitzgelegenheit oder muss anders arbeiten als vorher. Jetzt wird’s konkret: Wie kann sein Arbeitsplatz erhalten bleiben? Wer unter-stützt bei der Anpassung? Genau hier kommen die EAA ins Spiel.
EAA steht für „Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber“ – klingt erstmal sperrig, ist aber ein echter Geheimtipp – nicht nur für Handwerksbetriebe. Die EAA berät kosten-frei und neutral, wenn es darum geht, Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen einzustellen oder weiterzubeschäftigen.
Denn Hand aufs Herz: Wir alle denken bei „Behinderung“ oft an angeborene Einschränkungen – doch 90 Prozent entstehen im Laufe des Lebens. Ein Unfall, eine Krankheit, ein Burnout: Jeder kann betroffen sein. Und gerade in handwerklichen Berufen sind Belastung und Risiko höher als anderswo.
Die gute Nachricht: Viele Mitarbeitende können weiterarbeiten – mit kleinen Anpassungen, der richtigen Unterstützung und et-was Know-how. Die EAA helfen zum Beispiel bei:
- der Beratung zu technischen oder organisatorischen Anpassungen am Arbeitsplatz,
- der Klärung von Fördermöglichkeiten (z. B. für Umbauten, Hilfsmittel oder Lohnkostenzuschüsse),
- der Vernetzung mit Reha-Trägern oder dem Integrationsamt.
Und ganz ehrlich: einen Mitarbeiter zu halten, der das Unternehmen kennt und ein-gearbeitet ist, lohnt sich – menschlich wie wirtschaftlich. Die EAA beraten Sie ebenso fachlich auch bei Neueinstellungen oder der Übernahme von Azubis.
Also: einfach mal bei der EAA melden. Es kostet nichts, bringt aber viel. Und wer weiß – vielleicht ist genau dieser Schritt der Schlüssel dazu, wertvolle Fachkräfte zu gewinnen oder zu sichern und Verantwortung als moderner Arbeitgeber zu zeigen. Ansprechpartner in der Region ist Jadwiga Günther (Telefon: 0171 3879203, Mail: ).
Daneben steht Ihnen in der Handwerkkammer Dresden bei Fragen zur Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung die Inklusionsberaterin Frau Uta Görbert zur Verfügung (Telefon: 0351 4640453, Mail: )
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