Am 18. März 2026 trafen sich die Mitglieder der Bäckerinnung Meißen zur Innungsversammlung in der Winzergenossenschaft Meißen. Nach der Eröffnung der Versammlung durch den Obermeister Karsten Liebscher informierte Manuela Lohse (Geschäftsführerin MBV) über Neuigkeiten vom Mitteldeutschen Bäckerinnungsverband. Im Rahmen eines Treffens in der Sächsischen Landesvertretung in Berlin wurde über aktuelle politische Entwicklungen, die das Bäckerhandwerk betreffen, diskutiert. Thomas Clausnitzer (Verkaufsleiter der BÄKO Ost eG) berichtete über die anhaltenden Preissteigerungen am Rohstoffmarkt. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die jüngsten Spannungen im Nahen Osten, insbesondere im Iran, führen weiterhin zu Unsicherheiten in den Lieferketten. Steigende Energie- und Transportkosten belasten die Betriebe zusätzlich. Im weiteren Verlauf der Versammlung informierten Holger Mucke und Cornelia Hartzsch von der Kreishandwerkerschaft Region Meißen ausführlich über die Berufetage in der Offenen Werkstatt, die erneut großen Zuspruch fanden. Schülerinnen und Schüler konnten sich praktisch u. a. auch im Backhandwerk ausprobieren. Der Tagesordnung folgend wurden durch den Obermeister der Rechenschaftsbericht und die Jahresrechnung verlesen. Der Kassenprüfer bestätigte eine ordnungsgemäße und transparente Haushaltsführung. Darüber hinaus wurden weitere Termine des Jahresplans wie regionale Veranstaltungen und die nächste Mitgliederversammlung bekanntgegeben.

Brotprüfung vom 19. März 2026

Zur Brotprüfung am 19. März 2026 in Roßwein wurden 35 Brote von 14 Innungsbetrieben fachmännisch geprüft und wiesen erneut ein erfreuliches Qualitätsniveau in den Innungsbetrieben aus. Zahlreiche Brote erreichten Spitzenbewertungen. Die Prüfer lobten insbesondere die handwerkliche Vielfalt, die sensorische Qualität und die konsequente Verwendung hochwertiger Rohstoffe.  Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut sowie Brotsommelier Sebastian Weidelt prüften nach festgelegten Kriterien. Dazu gehören die Beschaffenheit der Kruste, das Krumenbild und die Struktur sowie Geruch, Aroma, Geschmack, Elastizität und Konsistenz. Die Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll, dass das regionale Bäckerhandwerk auch in herausfordernden Zeiten höchste Standards setzt. zwölf Brote konnten das „GOLD-Siegel“ für sich beanspruchen. Das erhalten Brote, wenn sie drei Jahre hintereinander mit „sehr gut“ bewertet wurden. Wie die teilnehmenden Innungsbäckereien abgeschnitten haben, kann unter www.brotinstitut.de im Einzelnen nachgeschaut werden.

(KHS)

Bildunterschrift

Michael Isensee (li.) und Sebastian Weidelt (re.)