Wo vor 100 Jahren der Zentralverband des deutschen Dachdeckerhandwerkes gegründet wurde, entsteht heute ein Dachdeckermuseum mit einer einzigartigen Dachziegelsammlung, was es so in Deutschland noch nicht gibt.
Was anfänglich bis zum Start sehr lange gedauert hat, geht nun umso schneller voran. Wie in der Ausgabe vom November 2025 angekündigt, wollen wir euch hier weiter über die Arbeiten der Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain am Dachziegelmuseum auf dem Kornhaus in Meißen auf dem Laufenden halten. Die Mitglieder der Dachdeckerinnung haben seit November kräftig losgelegt und bis heute über 600 Arbeitsstunden in das Museum gesteckt. Zwischenzeitlich wurde der größte Teil der Modelle fertig gestellt und auch zum größten Teil mit den Ausstellungsstücken behangen. Das Büro wurde soweit fertig gestellt, dass es abschließbar und beheizbar ist. Die Elektroinstallation im Büro wurde installiert und der Ausstellungsbereich mit einer Trennwand vom restlichen Dachboden abgetrennt. Hier gilt ein ganz besonderer Dank den sehr engagierten Firmen unserer Innung und natürlich auch unseren Altmeistern.
Die Digitalisierung der Dachziegelsammlung im Rahmen des „WIR-Projektes“ kann somit beginnen. Was noch fehlt, ist der Internetanschluss, um die großen Datenmengen, die hier aufgenommen werden, auch zu speichern.
Abgesehen von den Baumaßnahmen wurden auch Gespräche mit dem St.-Afra-Gymnasium Meissen geführt, welches das Projekt im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten begleiten will. Dazu gab es eine Projektvorstellung vor den Schülern mit anschließender Besichtigung des im Bau befindlichen Museums.
Ziel ist es, in dem Museum nicht nur Dachziegel der unterschiedlichsten Arten und Jahrhunderte auszustellen, sondern auch das Dachdeckerhandwerk im Wandel der Zeit mit allen den verschiedenen Handwerkzeugen und Maschinen, welche nicht in Vergessenheit geraten dürfen, darzustellen. Wer also noch sehenswerte, bereits ausgestorbene Dachdeckerwerkzeuge auf seinem Dachboden versteckt, kann diese gern als Dauerleihgabe in unserem Museum der Öffentlichkeit präsentieren.
Weiter wurden auch erste Gespräche mit dem Landesinnungsverband über die Finanzierung des Baus des Ziegelmuseums und über die Finanzierung der Folgekosten geführt. Aktuell wird der Bau durch Partner der Innung aus Industrie und Handel unterstützt und über Gelder der Mitgliederfirmen vorfinanziert. Leider haben die Baumaßnahmen nun Dimensionen erreicht, die durch die Mitglieder der Dachdeckerinnung nicht mehr alleine zu stemmen sind.
Daher wollen wir diesen Artikel auch nutzen, um für etwas Unterstützung für das Dachziegelmuseum zu bitten. Wer uns hier unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende tun. Aktuell benötigen wir diese für das notwendige Material sowie für die Elektroinstallation. Weiter benötigen wir Unterstützung für die Installation einer würdigen Beleuchtung für das Museum.
Die Spender werden wir dann in der nächsten Ausgabe öffentlich benennen. Vielen Dank!
Spendenkonto
Betreff „Dachmuseum Meißen“
Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain eG
DE74 8509 5004 4510 8810 07
Rene Heinitz, Dachdeckerinnung, Meißen-Riesa-Großenhain

Foto: Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain