Riesa/Dresden. Der Schülerwettbewerb „WIR WERKEN“ wurde im Bundesprojekt „WIR – Wandel durch Innovation in der Region“ in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Region Meißen und dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlung Dresden im Rahmen der Ausstellung „Mythos Handwerk. Zwischen Ideal und Alltag“ entwickelt.

„WIR WERKEN“ bot den Schülerinnen und Schülern eine einzigartige Gelegenheit, ihre Kreativität und ihre handwerklichen Fähigkeiten zu entfalten, mit erfahrenen Handwerkern zusammenzuarbeiten und ihre Werke im prestigeträchtigen Rahmen der Ausstellung „Mythos Handwerk“ zu präsentieren.

Die Wettbewerbsidee war, jungen Menschen das Handwerk in seiner Vielfalt aufzuzeigen. Um das zu erreichen, ging es nicht um ein starres Konzept, in dem sich die Schülerinnen und Schüler bewegen dürfen. Vielmehr war bei der Wettbewerbsentwicklung wichtig, dass sich die Teilnehmer möglichst frei den verschiedenen Fassetten des Handwerks nähern. Vorgabe war es, sich mit dem Blick auf das Handwerk in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Design Gedanken um Exponate, Produkte und Ideen zu entwickeln, die frei umgesetzt werden sollten.

Die drei Begrifflichkeiten: Nachhaltigkeit, Innovation und Design zeichnen das Handwerk seit Jahrtausenden aus und sind stets Motor für die Entwicklung in den Betrieben und Unternehmen, die rund um den Erdball durch ihre Mitarbeiter Produkte mit ihren eigenen Händen herstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Einmann- oder auch Einfrau-Unternehmen ist oder ein Betrieb mit 150 Mitarbeitern. Wichtig ist der Geist des Handwerks, der sich in Nachhaltigkeit, Innovation und Design auszeichnet.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes war die Zusammenarbeit mit erfahrenen Handwerkern, die die Schüler unterstützten und ihnen fachliche Expertise vermittelten. Diese Mentoren begleiteten die jungen Künstler während des gesamten Prozesses — von der ersten Idee über die Planung und Materialwahl bis hin zur Umsetzung des Projekts. Durch diese enge Zusammenarbeit konnten die Schüler von der Erfahrung der Handwerker profitieren und lernen, wie sie ihre Visionen in realisierbare Objekte verwandeln.

Ein zentraler Schwerpunkt der Wettbewerbsidee war es, möglichst viele Schüler, die an dem Wettbewerb teilnehmen wollen, zu erreichen. Am Wettbewerb nahmen Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Schulen teil, das Förderzentrum „An der Goethestraße“ Riesa, die 36. Oberschule aus Dresden und das Christliche Gymnasium „Rudolf Stempel“ aus Riesa. In den vergangenen Wochen sind zahlreiche Ideen in Werkstücke umgesetzt worden.

Zur Preisverleihung wurden die teilnehmenden Schüler sowie ihre Lehrer in das Japanischen Palais nach Dresden eingeladen. Eine Jury aus Fachexperten hat sich im Vorlauf intensiv mit den Exponaten der verschiedenen Kategorien beschäftigt und die entsprechenden Preise vergeben. In der Jury vertreten waren der Landrat des Landkreises Meißen, Ralf Hänsel, Frau Prof. Elke Mathiebe – PROFESSUR GRUNDLAGEN DER GESTALTUNG an der Fakultät Design der HTW Dresden  und Alf Furkert, Sächsischer Landeskonservator und Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen.

Die Preisverleihung am 3. Dezember 2025 im Japanischen Palais nahmen Peter Liebe, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Region Meißen, Marco Branig Projektleiter „Wir Werken…“ und Kerstin Stöver Wissenschaftliche Mitarbeiterin von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, vor.

Den Preis für Nachhaltigkeit bekam das Förderzentrum „An der Goethestraße“ Riesa mit den Förderschwerpunkten Lernen und emotionale und soziale Entwicklung überreicht.

Den Preis für Design erhielt die 36. Oberschule aus Dresden und an das Christliche Gymnasium „Rudolf Stempel“ aus Riesa ging der Preis für Innovation.

Verbunden mit den eigentlichen Preisen gab es kleine Gewinne, die im Sinne des Handwerks den Schülern einen abwechslungsreichen Tag in der Offenen Werkstatt in Riesa gestalten sollen.

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an die engagierten Lehrer Frau Pahn vom Gymnasium „Rudolf Stempel“, Herrn Lange von der 36. Oberschule und Frau Heil von der Schule an der Goethestraße, die sicher die Hochs und Tiefs des Entstehungsprozesses nicht nur begleitet haben, sondern auch hilfreich motivieren konnten.

Am Ende des Tages waren alle drei Schulen „Gewinner“ mit tollen handwerklichen Ergebnissen.

(KHS)