Vom historischen Dachstuhl zur modernen App: Kreishandwerkerschaft Region Meißen zeigt Innovationskraft auf der „denkmal“ in Leipzig

Vom 5. bis 7. November 2026 öffnet die Messe Leipzig wieder ihre Tore für die denkmal, die sich seit ihrer Premiere im Jahr 1994 als die Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung etabliert hat.

Alle zwei Jahre trifft sich hier die nationale und internationale Fachwelt aus Handwerk, Planung, Architektur, Behörden, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu einem intensiven und interdisziplinären Erfahrungsaustausch. Getragen von starken, langjährigen Partnerschaften mit namhaften Institutionen wie der UNESCO, ICOMOS und Europa Nostra sowie begleitet von einem engagierten Internationalen Kuratorium, knüpft die kommende Veranstaltung nahtlos an den großen Erfolg der Vorjahre an. Allein die Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2024 verzeichnete mit 13.400 Besuchern aus 42 Ländern sowie 499 Ausstellern aus 26 Ländern ein spürbares Wachstum, welches das enorme Interesse an zeitgemäßen Lösungen für das kulturelle Erbe eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Auch in diesem Jahr wird das umfassende Ausstellungsangebot durch hochkarätige Parallelveranstaltungen ergänzt, darunter die Fachmesse Lehmbau, der spezialisierte Ausstellungsbereich Archäologie sowie die MUTEC, die vom 5. bis 6. November 2026 parallel stattfindet. Inhaltlich spannt die Messe ihren Bogen über fünf wesentliche Säulen: von der Denkmalvermittlung und baukulturellen Bildung über den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit bis hin zu den zukunftsweisenden Bereichen des Bauens im Bestand, der Digitalisierung und moderner Technologien sowie dem entscheidenden Schutz des kulturellen Erbes in Notfallsituationen. Inmitten dieser traditionsreichen und zugleich hochmodernen Branchenplattform präsentiert sich die Kreishandwerkerschaft Region Meißen in Halle 2 am Stand K02 und setzt dort einen starken, praxisnahen Akzent für das regionale und überregionale Handwerk.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Vorstellung des wegweisenden WIR-Projekts mit dem Titel Optimierung der mobilen, digitalen Baustellendokumentation und -kommunikation im handwerklichen Unternehmen, welches praxisnah anhand der innovativen Dachdecker-App erlebbar gemacht wird. Um den Fachbesuchern die perfekte Symbiose aus traditionellem Handwerkswissen und digitaler Zukunft vor Augen zu führen, hat die Kreishandwerkerschaft am Stand ein detailgetreues Modell eines Dachstuhls aufgebaut. Dieses Modell ist mit verschiedenen historischen Dachziegeln bestückt, die direkt aus dem wertvollen Fundus der Historischen Dachziegelsammlung stammen.

Durch diese gelungene Kombination aus historischer Bausubstanz, dem realen Handwerksmodell und dem modernen Prototypen der Dachziegel-App bietet die Kreishandwerkerschaft Region Meißen allen Messebesuchern, Innungsmitgliedern und interessierten Fachleuten einen tiefen Einblick in die gelungene Verbindung von bewährter Denkmalpflege und digitaler Prozessoptimierung auf der Baustelle.

(KHS)