Tischlerinnung Meißen-Riesa-Großenhain

Landesverband Sachsen setzt mit  „Team Zukunft“ Impulse für moderne Innungsarbeit

Der Landesverband der sächsischen Tischler hat gemeinsam mit seinem „Team Zukunft“ intensiv daran gearbeitet, neue und zeitgemäße Formate für die Innungsarbeit zu entwickeln. Ziel war es, das häufig als traditionell oder gar veraltet wahrgenommene Bild der Innungen aufzubrechen und Wege zu finden, wie Mitglieder wieder mehr Freude, Nutzen und Identifikation mit ihrer Innung erleben können. Die zentrale Frage lautete: Wie kann Innungsarbeit moderner, lebendiger und attraktiver gestaltet werden?

Die Tischlerinnung Meißen-Riesa-Großen-hain war eine der ersten, die eines dieser neuen Formate in ihrer Innungsversammlung erprobte – und die Resonanz fiel durchweg positiv aus.

Schon beim Betreten des Veranstaltungsortes wurde klar, dass diese Versammlung anders sein würde. Jeder Teilnehmer erhielt ein persönliches Namenskärtchen aus Holz – ein symbolisches, aber wirkungsvolles Zeichen für Wertschätzung und Handwerksidentität. Die Sitzordnung wurde nicht wie gewohnt beibehalten, sondern per Losverfahren neu gemischt. Dadurch entstanden neue Gesprächskonstellationen, die bewusst dazu einluden, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Viele Teilnehmer berichteten, wie bereichernd es war, einmal nebenanderen Kolleginnen und Kollegen zu sitzen und neue Perspektiven kennenzulernen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein praxisnaher Workshop zum Thema „Montagenebenkosten“. Hier zeigte sich besonders deutlich, wie wertvoll der offene Austausch unter Fachbetrieben ist. Die Diskussionen waren lebhaft, konstruktiv und geprägt von echtem Interesse an den Erfahrungen der anderen. Das zentrale Fazit des Workshops war ebenso klar wie eindrucksvoll: „Die meisten Betriebe verdienen nicht zu wenig, sie lassen zu viel auf der Baustelle liegen.“

Besonders erfreulich war die Reaktion der eingeladenen „Noch-nicht-Mitglieder“. Sie fühlten sich von Beginn an willkommen, ernst genommen und aktiv einbezogen. Viele äußerten, dass sie diese Form der offenen, modernen Willkommenskultur nicht erwartet hätten – und dass sie einen echten Mehrwert im Austausch mit der Innung sehen. Am Ende der Versammlung blieb ein starkes Gefühl von Aufbruch und Gemeinschaft. Die Teilnehmer gingen mit neuen Erkenntnissen, frischen Impulsen und dem guten Gefühl nach Hause, Teil eines lebendigen Netzwerks zu sein. Die Neugier auf die nächste Zusammenkunft ist groß.

Die Umsetzung in Meißen-Riesa-Großenhain zeigt eindrucksvoll: Wenn Innungsarbeit mutig neu gedacht wird, kann sie begeistern. Der Landesverband und sein „Team Zukunft“ haben damit einen wichtigen Impuls gesetzt – und die Innung hat bewiesen, wie wirkungsvoll neue Formate in der Praxis sein können. In allen 16 sächsischen Innungen wird aktiv an der Innungskultur gearbeitet.

(KHS)

Hinweis

Die Präsentation zum Workshop kann kostenlos bei der Kreishandwerkerschaft abgerufen werden.

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