Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr fand am Samstag, dem 14. März 2026, im feierlichen Ambiente des Theaters Meißen unsere erste zentrale Freisprechungsveranstaltung dieses Jahres statt – ein bedeutender Höhepunkt für die zahlreichen Junggesellinnen und Junggesellen aus den Gewerken Kraftfahrzeugtechnik, Elektrotechnik sowie Sanitär Heizung Klimatechnik.
Diese Veranstaltung markierte nicht nur den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildungszeit, sondern auch den Beginn eines neuen, verantwortungsvollen Abschnitts in ihrem beruflichen Leben.
Schon beim Betreten des Theaters war die besondere Atmosphäre spürbar: festlich gekleidete Familien, stolze Ausbilderinnen und Ausbilder sowie gespannte Absolventinnen und Absolventen füllten den Saal mit Vorfreude und Erwartung. Die Zeremonie eröffnete der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Jens Torsten Jacob, mit einer herzlichen Begrüßung. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung des Handwerks für die Region Meißen hervor und erinnerte daran, dass qualifizierte Fachkräfte das Rückgrat einer funktionierenden Gesellschaft bilden. Er würdigte die Ausdauer und das Engagement der jungen Menschen, die ihre Ausbildung unter anspruchsvollen Bedingungen erfolgreich gemeistert haben.
Nachdem Vorstand Mario Scholz die traditionelle Kerze entzündet und die Lade geöffnet hatte, folgte die Festrede des stellvertretenden Kreishandwerksmeisters und Obermeisters der Bauinnung Riesa Großenhain, Thomas Möbius. Mit eindrucksvollen Worten würdigte er die Leistungen der jungen Handwerkerinnen und Handwerker. Er ermutigte sie, ihren Beruf mit Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und handwerklichem Stolz auszuüben. Herr Möbius betonte, dass das Handwerk nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung sei, die Kreativität, Präzision und Menschlichkeit vereine.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die feierliche Übergabe der Zeugnisse und Gesellenbriefe. Jede einzelne Übergabe wurde von Applaus begleitet – mal verhalten, mal stürmisch, je nachdem, wie viele Familienmitglieder und Freunde im Saal saßen. Viele Gesichter strahlten vor Freude, manche zeigten Erleichterung, andere wiederum Stolz und Dankbarkeit. Es war ein Moment, der die Mühen der vergangenen Jahre würdigte und gleichzeitig den Blick nach vorn richtete. Mit dem Ritual „Spannungsabfallschere“ wurden durch Elektroinstallateurmeister Karsten Maume, Mitglied in der Elektroinnung Meißen Radebeul, die frisch gebackenen Elektrogesellen von ihren „Verfehlungen“ freigesprochen.
Das Grußwort der Handwerkskammer Dresden überbrachte Stefan Krug, Hauptabteilungsleiter Berufsbildung. Er hob die Bedeutung einer fundierten Ausbildung hervor und erinnerte daran, dass das Handwerk in Zeiten des Fachkräftemangels mehr denn je auf engagierte Nachwuchskräfte angewiesen ist. Krug betonte, dass die Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Abschluss hervorragende Perspektiven haben – sei es im regionalen Handwerk, in spezialisierten Betrieben oder auf dem Weg in die Meisterausbildung.
Abschließend dankte die Obermeisterin der Elektroinnung Meißen Radebeul, Katrin Zache, den Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen für ihre unermüdliche Arbeit. Ohne deren Einsatz, so Zache, wäre eine qualitativ hochwertige Ausbildung nicht möglich. Sie würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Lehrkräften und der Kreishandwerkerschaft, die maßgeblich zum Erfolg der jungen Gesellinnen und Gesellen beigetragen habe.
Das Theater Meißen bot mit seiner beeindruckenden Kulisse den perfekten Rahmen für diese besondere Veranstaltung. Die musikalischen Beiträge des Akkordeonorchesters „C’est la vie“ verliehen der Feier eine festliche Note.
Die zentrale Freisprechung setzte ein starkes Zeichen für die Zukunft des Handwerks in der Region. Sie zeigte, wie lebendig, vielfältig und zukunftsorientiert das Handwerk in unserer Region ist – und wie wichtig es bleibt, junge Menschen für diese Berufe zu begeistern.
Herzlichen Glückwunsch an alle Junggesellinnen und Junggesellen – wir wünschen Ihnen viel Erfolg, Mut und Freude auf Ihrem weiteren Weg!
(KHS)




